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Was hat Marketing mit Angst zu tun?

Aug

31

Was hat Marketing mit Angst zu tun?

Sehr viel!
Die wohl größte Angst von uns ist die, von anderen nicht so akzeptiert und anerkannt zu werden, wie wir sind. Das ist normal, wir sind schließlich soziale Wesen. Es ist uns nicht egal, was andere von uns halten. Doch das führt auch dazu, die eigene Stimme zu unterdrücken aus Angst, die „echte Stimme“ könnte anderen nicht gefallen. Wir könnten ja auf Ablehnung stoßen.
Wir feilen so lange an unseren Produkten, bis diese zum Einheitsbrei werden – statt unsere eigenen Ideen widerzuspiegeln. Wir bieten Produkte an, die wir eigentlich nicht wollen, weil das eben alle so machen. Wir zeigen Kunden keine Grenzen. Wir orientieren uns an Durchschnittspreisen aus Angst, zu teuer zu sein.
Ich kenne viele tolle Unternehmer, die ihr Licht unter den Scheffel stellen. Sie arbeiten leise vor sich hin und wollen es allen Recht machen. Im Gespräch erkennt man die Leidenschaft und Kompetenz, die dahinter steckt. Oft verborgen hinter all den Kompromissen die sie machen, um nicht „anzuecken“. Nur leider sehen das die (potentiellen) Kunden nicht!

Ganz wichtig: Es gibt da draußen Menschen, die genau Ihr Knowhow brauchen. Genau Ihre Produktideen, Ihre Erfahrungen und Ihren Rat.

Doch diese Menschen müssen auch die Chance haben, Sie zu finden. Und dafür müssen Sie sich vermarkten – mit allen Ecken und Kanten, und ganz besonders mit Ihren einzigartigen (Produkt)-Ideen und Ihren Stärken. Das ist weder unmoralisch noch verwerflich, sondern elementar wichtig! Ihr Kunde muss wissen, für was Sie stehen – welches einzigartige Produkt Sie ihm bieten. Was es ist, was Sie von allen anderen abhebt!

Tipps:
1. Holen Sie sich Rückmeldung
von Freunden, Familie, Kunden – fragen Sie nach, was sie von einer neuen Produktidee halten, lassen Sie sie probieren.

2. Suchen Sie sich einen „Kraftgeber“
Suchen Sie sich etwas, das Ihnen Kraft gibt, wenn Sie Angst bekommen. Etwas, das Sie erinnert voran zu gehen. Das kann ein Spruch sein, ein Bild, ein Symbol. Ich habe z.B. eine Postkarte auf meinem Schreibtischstehen, darauf steht „Nimm dir was du brauchst“.

3. Gehen Sie kleine Schritte
Es muss nicht alles auf einmal verändert werden. Aber versuchen Sie immer wieder einen Schritt aus Ihrer Sicherheitszone zu machen und etwas Neues zu wagen. Stück für Stück werden Sie sich mehr (zu)trauen.

4. Seien Sie Sie selbst
Wie sollen Kunden erkennen, was Sie einzigartig macht, wenn Sie es nicht zeigen?
Zeigen Sie es in Ihrem Laden, in Ihren Broschüren, in Ihren (Verkaufs)gesprächen, in Ihrem Lachen…

Viel Erfolg beim Ausprobieren!